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Montag, 14. November 2016

13.11.2016 Glück auf Reisen? Muss man haben!

Ich wurde letztens damit konfrontiert, dass ich seit langem nicht mehr an meinem Reiseblog gearbeitet hätte und… ja, ich muss zugeben, dass die Lust in der letzten Zeit verflogen ist, mich auf diesem Wege mitzuteilen. 
Es kann daran liegen, dass das Reisen mittlerweile sehr alltäglich geworden ist und ich in ein Flugzeug ein in einen (orangenen) Bus einsteige. Es kann aber auch sein, dass ich zurzeit einfach so viele verschiedene Sachen mache, dass mir oftmals zum Lesen die Zeit fehlt. Und das Schreiben benötigt natürlich noch mehr davon. Deshalb sind auch die letzten Urlaube und/oder Wochenenden, an denen ich unterwegs war, ohne eine Notiz vergangen. Und dabei ist ja trotzdem einiges passiert, um nur ein paar Sachen zu erwähnen… 
Fuerteventura im März - sehr schlechte Erinnerungen. Ich glaube, ich fange an die Kanaren zu meiden, weil ich dort immer krank werde… auch diesmal habe ich die gesamte Woche im Bett verbracht und habe auch noch danach zu Hause mit der Erkältung zu kämpfen…
Stockholm im Mai - unser nächster Eurovision Song Contest, diesmal eben in Schweden. Eigentlich im Vorfeld leicht genervt, weil die SAS ständig die Flugzeiten geändert hat, stellte es sich im Nachhinein als Glücksfall heraus, denn der einzige schöne Tag, den wir dort verbracht haben, war eben am Freitag. Bereits am Samstag war es schon kühler und bewölkt (aber noch trocken), am Sonntag hat es dann geregnet - zum Glück hatte ich an dem Tag die Museen geplant (natürlich VASA und ABBA), also hoffe ich, dass es Bertrand dort trotzdem gefallen hat. Schließlich war es sein erster Besuch dort...
Kroatien in Juli/August - unser großer Urlaub im Land, wo wir uns kennen gelernt haben. Auch wenn ich mir gewünscht habe, dass wir diesmal nach Dalmatien fahren, das Bertrand teilweise noch nicht kannte. Auf dem Hinweg zwei Tage bei Maria auf der Riviera von Venedig, später Makarska mit Besuchen in Trogir, Split, Mostar und Dubrovnik. Überall bekannte Orte und… bekannte Gesichter! Es war toll! Und auf dem Rückweg noch Plitvice, Lago Maggiore und Brescia... einfach nur schön!
Letzte Woche Nürnberg mit dem "Treffen der polnischsprachigen Gästeführer in Deutschland" - für mich etwas stressig, weil ich es mitorganisiert habe, aber im grossen und ganzen ein großer Erfolg und auch für Bertrand interessant, weil wir viel Zeit für Besichtigungen hatten, so dass wir beide diese Stadt für uns neu kennengelernt und entdeckt haben. 
Und sonst so? Hamburg im Februar (zum Gästeführer-Treffen) und September (zum arbeiten), Breslau im Mai (als Überraschung für Bertrand, weil es Kulturhauptstadt 2016 ist), Stettin im Juni mit meiner Mutter (und Besuch nach Jahren bei meiner Tante), Elsass mit den Berlinern im September und ansonsten fast jedes zweite Wochenende das ganze Jahr über. Ah, Bad Harzburg und Quedlinburg im August, um meine Mutter zu besuchen, die dort zur Kur war... was noch??? Würde ich in meinen Kalender schauen, würde ich bestimmt noch etwas entdecken, was mir gerade entfallen ist. 
Aber eigentlich nicht darüber wollte ich Heute schreiben, sondern über das Glück, das ich in den letzten Jahren gehabt habe. So oft wie ich in den Flieger steige, gibt es natürlich die eine oder andere Geschichte über Verspätungen, Umleitungen oder abgesagte Flüge (zuletzt der Rückflug aus Prag vor fast einem Jahr aus Prag, als wir dort mit Bertrand für meinen Geburtstag waren), aber im großen und ganzen hatte ich Glück - dir Verspätungen waren eher klein (höchstens 1-1,5h als mal ein Reifen gewechselt werden musste und wir in Basel zurück zum Gate geschleppt wurden), Umleitung bisher nur ein Mal passiert, als über Berlin ein Unwetter tobte und wir nach Dresden geflogen sind (ok, es war anstrengend die Nacht auf dem Flughafen zu verbringen, weil nichts mehr fuhr, aber c'est la vie!), aber ganz abgesagt wurde mir ein (easyJet-)Flug noch nie! Und ansonsten eben nur ein einziges Mal mit airberlin, das wir aber gut mit einem direkten EuroCity-Zug nach Berlin kompensieren konnten.
Wenn ich überlege, dass Bertrand bereits zwei Mal seinen Flug nicht nehmen konnte - zuletzt sogar als er mit seinen Freunden unterwegs nach Berlin war und ich Ihnen schnell eine Zugfahrkarte gebucht habe, damit sie überhaupt etwas von ihrem Wochenende in Berlin haben...
Und wieso ich Heute darauf komme??? Weil vor uns, vielleicht mit 20 Minuten Vorsprung ein anderes Flugzeug nach Berlin fliegt, das planmäßig fast 5 Stunden früher abheben sollte. Als ich am Flughafen ankam, stellte ich mich zuerst tatsächlich am falschen geht an, weil ich nur auf "Berlin SXF" geachtet habe. Erst als ich mir genau die Flugnummer angeguckt habe, merkte ich den Fehler. 
Und ja, auch wir haben heute eine Verspätung! Circa 15-20 Minuten!
Ich sag ja, ich habe Glück!

Samstag, 29. Oktober 2011

29.10.2011 @ The Jumbo Hostel, Stockholm

Es ist 1 Uhr morgens und eigentlich sollte ich schon schlafen, um Morgen ausgeruht Stockholm zu besichtigen, aber... mein Hostel ist so cool, dass ich gleich ein paar Worte schreiben will (und ein paar Photos dazu packe, die ich gerade schon gemacht habe). Aber der Reihe nach...
Der Flug war fast eine Stunde verspätet und irgendwann hatte ich fast schon das Gefühl gehabt, dass es gleich abgesagt wird, aber mit 45 Minuten Verspätung sind wir dann doch noch in Berlin gestartet und kurz vor Mitternacht in Stockholm gelandet - und ich hatte mich total erschrocken, weil ich bei der schlechten Beleuchtung an der Landebahn dachte, dass alles verschneit ist! Aber zum Glück war es nur eine Täuschung - es ist zwar frisch, aber noch oberhalb der Eis- und Schneegrenze.
Zum Glück brauchte ich nicht lange auf mein Gepäck zu warten, dafür aber umso länger auf den Flughafenshuttle, der alle 15 Minuten (in der Nacht jede halbe Stunde) zwischen den Terminals, den verschiedenen Flughafenparkplätzen, den Mietwagenanbietern und natürlich den Flughafenhotels pendelt... Ich hatte mich laut Fahrplan auf eine lange Fahrt eingestellt und... war total überrascht, als auf dem Monitor erschien "Next stop: Jumbo Hostel" - wow, der kürzeste Transfer ever!
Am Jumbo angekommen machte ich zwei-drei erste Photos, aber da es Nacht ist, sind sie, glaube ich, nicht so toll geworden - muss sie auf jeden Fall am Morgen wiederholen und... über eine Außentreppe lief ich zum Hostel-Eingang nur um... die nächste Überraschung zu erleben: Straßenschuh-Verbot! Meine Schuhe stehen jetzt irgendwo im Eingangbereich und ich durfte dann auf Socken zu der kleinen Rezeption und dann weiter auf meine Kabine... Ich habe ein Einzelzimmer reserviert und habe jetzt eine 3er-Kabine im Bereich der Reihen 22-24 HJK (gut zu erkennen an der Gepäckablage *lach), die so bißchen aufgebaut ist, wie früher die Zimmer bei Formula 1 oder den Etap Hotels - ein Doppelbett unten und eine Einzelliege darüber (wo ich mich auch gerade befinde - es ist ja ein Doppeldecker *lach) mit einem kleinen TV-Gerät und... kostenfreiem WLAN. Mehr hat man im Zimmer nicht... Na ja, einen kleinen Mülleimer noch... Aber es reicht! Die Badezimmer (ich habe drei gesehen) sind alle im Heck des Flugzeugs... daneben eigentlich schon außerhalb des Fliegers ein langes Becken, wo man sich kurz frisch machen oder Zähne putzen kann... Irgendwo zwischendurch habe ich zwei Internet-Terminals, ein Bügelbrett und eine Infowand mit lauter Werbebroschüren (u.a. von den Baxpax-Hostels in Berlin - ist das cool!). Und das war's! Eine Mischung vom Hotel und Jugendherberge - aber man weiß, dass man in einem Flugzeug ist und... es ist toll! Und jetzt hoffe ich, dass ich endlich mal behaupten kann, dass ich gut in einem Flugzeug geschlafen habe!
Und Morgen erzähle ich Euch noch, wie das Frühstück war, das in der Nase des Flugzeugs serviert wird (leider habe ich bloß gesehen, dass die Treppe nach oben gesperrt ist - aber vielleicht kann ich da Morgen auch noch rein...)
Gute Nacht! Und... have a good and safe flight! Eh, ich meine... night! :)